Juli2026

Ein Klassenausflug der 12/1w voller Überraschungen

Am 3. Juli unternahm unsere Klasse 12/1w einen Ausflug in die Südpfalz. Geplant war ein sportlicher und abwechslungsreicher Tag mit einer Draisinenfahrt. Dass dieser Ausflug jedoch zu einem echten Abenteuer werden würde, ahnte am Morgen noch niemand.
Um 8:45 Uhr trafen wir uns am Karlsruher Hauptbahnhof. Gut gelaunt warteten wir auf unseren Zug – allerdings vergeblich. Die Anzeigetafel änderte sich immer wieder, doch unser Zug kam nicht. Nach einer halben Stunde beschlossen wir einen anderen Zug zu nehmen. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass dies nur der Anfang einer langen Reise sein würde.

Schließlich erreichten wir Landau und fuhren von dort mit dem Bus nach Bornheim. Dort standen unsere Draisinen schon für uns bereit. Nach einer kurzen Einweisung konnten wir endlich starten. Mit viel Gelächter, Musik und guter Stimmung setzte sich unsere kleine Kolonne in Bewegung. Die zwölf Kilometer lange Strecke führte uns durch die wunderschöne Landschaft der Südpfalz. Trotz der körperlichen Anstrengung verging die Zeit wie im Flug. 
In Westheim angekommen, parkten wir unsere Draisinen und machten uns auf den Weg zu einem italienischen Restaurant. Nach einem leckeren Mittagessen waren wir gestärkt für den Rückweg. Anfangs verlief alles nach Plan, doch dann fielen die ersten Gegenstände bestimmter Mitschüler auf die Gleise und wir mussten immer wieder anhalten. Schon da bemerkten wir, dass der letzte Wagen unserer Gruppe nicht mehr hinter uns zu sehen war. Die Erschöpfung nahm allmählich zu, dennoch fuhren wir mit viel Motivation weiter.
Dann erreichte uns ein Anruf: Die letzte Gruppe war liegen geblieben, da eine Draisine einen technischen Defekt hatte. Ein Teil dieser Gruppe wurde mit dem Auto zurück nach Bornheim gebracht, während die übrigen Schülerinnen von der hinteren Draisine aufgenommen wurden. Dabei ergaben sich so gute Gespräche, dass der vorübergehende Frust über den Vorfall bald vergessen war. Nach einiger Zeit fanden wir wieder zusammen und erreichten gegen 16:10 Uhr gemeinsam den Ausgangspunkt. Den Bus hätten wir dann um ein Haar verpasst.

Auf der Rückfahrt nach Landau herrschte trotz der Müdigkeit weiterhin gute Stimmung, denn alle waren schon in Vorfreude auf den Besuch des am Abend beginnenden Durlacher Altstadtfest. Doch dann begann am Landauer Hauptbahnhof das eigentliche Abenteuer.

Zunächst hatte unser Zug lediglich eine Minute Verspätung, woraus schnell fünfzehn Minuten wurden. Schließlich fuhr der Zug doch noch ein, und wir stiegen erleichtert zu.

Allerdings endete die Fahrt bereits eine Station später in Winden. Dort mussten wir wegen einer Streckensperrung anhalten. Nach längerem Warten wurde schließlich bekannt gegeben, dass der Zug überhaupt nicht mehr weiterfahren würde.

Einige Mitschüler entschieden sich, andere Wege nach Hause zu nehmen. Für uns verbliebenen fünf Personen – drei Schülerinnen sowie Herr Altuntas und Herr Goldammer – begann nun die Suche nach einer neuen Verbindung. Wir entschieden uns für die Rückfahrt nach Landau, in der Hoffnung, von dort besser weiterzukommen. Dort angekommen, eilten wir direkt zum Bus, der uns in  einer weiteren Stunde nach Germersheim brachte. Inzwischen war es bereits 19 Uhr. Von Germersheim aus fanden wir schließlich eine Bahn nach Karlsruhe. Diese war zwar völlig überfüllt, brachte uns aber wenigstens unserem Ziel näher. Während der Fahrt – nochmals eine Stunde – sorgten spannende Gespräche und einige unterhaltsame Geschichten unserer Lehrer dafür, dass die Zeit etwas schneller verging.

Gegen 21 Uhr erreichten wir schließlich Karlsruhe – und das bei einer ursprünglich geplanten Ankunftszeit von 17 Uhr. Erst gegen 22 Uhr lagen wir schließlich erschöpft aber mit vielen unvergesslichen Erinnerungen im Bett.

Rückblickend war unser Klassenausflug weit mehr als nur eine Draisinenfahrt. Trotz zahlreicher Verspätungen, Pannen und unerwarteter Hindernisse verloren wir nie unseren Humor.

Gerade diese ungeplanten Ereignisse machten den Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis. Deshalb möchten wir uns abschließend herzlich bei unseren Lehrern für die Organisation und Planung dieses Ausflugs bedanken.

Sophie Puchert und Milena Schlenker, 12/1w

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